Flüge ab München deutlich teurer

von Redaktion

Hohe Kerosinzuschläge und Nachfrage bei Direktverbindungen treiben Preise

München – Der jüngste Anstieg der Rohölpreise infolge des Iran-Kriegs wirkt sich auch auf die Kosten im internationalen Flugverkehr aus. So sind Direktverbindungen zu Zielen etwa im Fernen Osten, aber auch in die USA erheblich teurer geworden. Eine Flugreise über Ostern von München nach Bangkok etwa kostete zuletzt 3300 Euro. Vor Beginn der Eskalation im Nahen Osten lagen die Tarife zum Teil bei nur 1000 Euro.

Zwei Faktoren sind, neben den saisonbedingten Anstiegen, maßgeblich für die Teuerung verantwortlich. Zum einen wirkt sich der Rohölpreis auf die Tickettarife aus, weil die Fluggesellschaften die Kosten über Kerosinzuschläge an die Kunden weiterreichen. Wie der Branchenverband International Air Transport Association mitteilte, ist der Kerosinpreis zuletzt fast auf das Doppelte des Jahresdurchschnitts geklettert.

Der zweite Grund ist die Schwächung von arabischen Airlines wie Emirates, Etihad oder Gulf Air, die ihre Drehkreuze am Persischen Golf haben. Aufgrund der iranischen Angriffe haben sie ihren Flugbetrieb stark eingeschränkt oder komplett eingestellt. Direktverbindungen europäischer Anbieter nach Fernost sind deshalb nun stärker gefragt, was sich unmittelbar auf die Ticketpreise auswirkt.

Gesellschaften wie Lufthansa, British Airways oder aber auch Singapore Airlines haben zwar zusätzliche Flüge ins Programm genommen, können damit aber die hohe Nachfrage nicht decken. Wegen der gesperrten Lufträume über dem Iran, Irak und der Ukraine gibt es zudem nur zwei schmale Korridore zwischen Asien und Europa. Die damit verbundenen Umwege wirken sich ebenfalls auf die Kosten aus. »WIRTSCHAFT

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