Neue Inflationswelle rollt – Sorge um Sprit und Gas

von Redaktion

München – Der Iran-Krieg trifft Deutschland mit Wucht: Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt gestern in einer ersten Schätzung mitteilte. In Bayern sind es 2,8 Prozent. Im Februar hatte sich die Teuerung in Deutschland noch abgeschwächt und 1,9 Prozent betragen. Grund ist der Krieg der USA und Israel gegen den Iran, durch den der Transport von Öl und Erdgas durch den Persischen Golf weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Wegen der gestiegenen Energiepreise wollen deutlich mehr Unternehmen in Deutschland ihre Preise erhöhen, zeigten bereits neue Ifo-Daten. Besonders betroffen wären energie- und verarbeitungsintensive Produkte wie Brot, Fleisch und Milchprodukte, warnt Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopol-Kommission.

Die Energiepreise dürften indes noch weiter steigen: Erst gestern sprang der Rohöl-Preis auf ein Vier-Jahres-Hoch, weil US-Präsident Donald Trump offenbar den Einsatz von Bodentruppen im Iran erwägt. Die Preisberichtsagentur Argus Media befürchtet, dass der Krieg noch Monate dauern könnte. In Teilen Asiens seien Kerosin, Diesel und Erdgas bereits knapp. Es drohe ein globaler Preiswettkampf um fossile Energie.AS/MAS/DPA

Artikel 1 von 11