Hannover – Die Angst vor Mediensucht ist für Eltern in Deutschland offenbar die größte Sorge im Umgang mit digitalen Medien ihrer Kinder. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. Demnach befürchten 53 Prozent der Eltern, dass ihr Kind eine Abhängigkeit von digitalen Medien entwickeln könnte. Es folgen Sorgen vor Konzentrationsproblemen (50 Prozent) sowie davor, dass Kinder mit ungeeigneten und gefährlichen Inhalten oder Falschinformationen in Kontakt kommen (48 Prozent). Auch (Cyber-)Mobbing (39 Prozent) bereitet Eltern Kopfzerbrechen.
Laut der Krankenkasse sind die Sorgen der Eltern berechtigt. Übermäßige Bildschirmzeiten und der Konsum unangemessener Inhalte könnten für Heranwachsende tatsächlich schädlich sein. Zugleich böten digitale Medien aber auch Chancen etwa für die Entwicklung sozialer und kognitiver Fähigkeiten. Entscheidend sei ein bewusster Umgang. „Für Eltern liegt die Herausforderung darin, die Balance zwischen Chancen und Risiken auszuloten“, erklärte KKH-Psychologin Franziska Klemm.
Für eine bewusste Mediennutzung rät die Kasse, gemeinsam Regeln aufzustellen und Sicherheitseinstellungen anzuwenden.