München – Die Pünktlichkeit bei der Münchner S-Bahn hat sich im vergangenen Jahr leicht verbessert. Nach dem schlechtesten Wert seit 20 Jahren von 2024 mit einer Zuverlässigkeit von 87,0 Prozent stieg der Wert im vergangenen Jahr auf 87,9 Prozent an. Das geht aus einer Jahresbilanz der Bayerischen Eisenbahngesellschaft hervor.
Allerdings schwankt die Zuverlässigkeit der Linien stark. Wer von Geltendorf mit der S4 in Richtung Innenstadt fuhr, musste mit einer Pünktlichkeitsquote von nur 83,4 Prozent leben. Wer aus Richtung Holzkirchen mit der S3 zum Ostbahnhof fuhr, war dagegen mit einer Quote von 93,7 Prozent deutlich besser unterwegs.
„Das sind ein paar Lichtblicke, aber noch nicht der große Wurf und auch noch nicht die erhoffte Trendumkehr“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Auch BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs sagte, man habe wegen „der durchaus wirksamen Gegenmaßnahmen“ der Bahn auf eine bessere Bilanz gehofft. Bei der Zuverlässigkeit auf das frühere Niveau zurückzukehren, werde für den neuen Münchner S-Bahn-Chef Matthias Glaub eine „Herkulesaufgabe“, betonte Bernreiter.
Hauptursache für die unpünktlichen Züge – gewertet werden alle Fahrten, die mindestens sechs Minuten Verspätung haben – waren auch im vergangenen Jahr Störungen an Signalen, Weichen, Gleisen und Bahnübergängen. Für die hunderttausenden Pendler gehören diese Störungsmeldungen längst zum Alltag. Hinzu kommen zahlreiche Langsamfahrstellen wegen in die Jahre gekommener Bahnanlagen, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte die Bilanz trübten. »BAYERN