München – Die aktuelle Rückkehrdebatte für Syrer hält der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für „richtig und wichtig“. Flüchtlingsschutz sei Schutz auf Zeit, betonte er gestern in München. „Wenn sich die Lage in Herkunftsregionen dauerhaft verändert, brauchen Menschen verlässliche Perspektiven – sei es für eine sichere Rückkehr oder ein dauerhaftes Bleiben in Deutschland.“ Laut Herrmann sollten Bund und Länder Bleibeperspektiven für gut integrierte Fachkräfte und ihre Familien fördern. „Menschen, die integriert sind, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie dauerhaft ohne Sozialleistungen bestreiten können, sollen gerne bleiben.“ Ausdrücklich nennt Herrmann Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Allein von 2020 bis Ende 2024 seien in Bayern rund 28.000 Syrer eingebürgert worden.
Konsequent sollten Straftäter und integrationsunwillige Syrer Deutschland verlassen. Herrmann nennt explizit diejenigen, die keinen Arbeitsplatz gefunden haben und kein Deutsch sprechen: Sie sollten möglichst freiwillig abreisen. Derzeit leben rund 88.000 Syrer in Bayern, 42.000 mit befristetem Aufenthaltstitel, 920 seien ausreisepflichtig. Zudem gibt es 218 schwere Straftäter, deren Abschiebung oberste Priorität habe.