Mehr neue E-Autos als Benziner

von Redaktion

Förderung schiebt Zulassungen an – Interesse durch Iran-Krieg verdreifacht

München – Im März sind in Deutschland erstmals mehr E-Autos als Benziner neu zugelassen worden. Rund 24 Prozent aller Neuwagen waren reine E-Fahrzeuge, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Das ist ein Plus von 66,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der neuen Benziner ging hingegen um rund 5 Prozent auf 66.959 zurück. Den größten Marktanteil hatten Autos mit Hybridantrieb (rund 40 Prozent). „Jetzt zeigt die neue E-Förderung von bis zu 6000 Euro Wirkung“, kommentierte das Beratungsunternehmen EY die Zahlen. „Mit 71.000 neu zugelassenen E-Autos lag der Absatz auf dem höchsten Stand seit August 2023 – damals waren es sogar 87.000 E-Autos.“ EY hält im weiteren Jahresverlauf einen Marktanteil von 25 Prozent für möglich. Im ersten Quartal lag er trotz des starken März bei 22,8 Prozent.

Auch die gestiegenen Sprit-Preise könnten einen Schub bringen: Nach Ausbruch des Iran-Krieges habe sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen verdreifacht, berichtet das Portal Mobile.de. Sogar das bisher schwache Interesse nach gebrauchten E-Autos sei gewachsen: Händler erhielten 66 Prozent mehr Anfragen nach gebrauchten Stromern. Laut einer Umfrage von Ende März würde mehr als jeder dritte Autofahrer bei anhaltend hohen Spritpreisen von über zwei Euro zum E-Antrieb tendieren.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit vom Ölmarkt zeigt sich auch bei den Immobilien-Eigentümern: „Im Vergleich zu den letzten Monaten haben sich die Photovoltaik-Anfragen bei uns aktuell etwa verdoppelt – wir werden regelrecht überrannt“, meldete Filip Thon, Chef von E.on Energie Deutschland, bereits Mitte März.

Artikel 1 von 11