Parkinson-Forschung vor dem Durchbruch

von Redaktion

Bonn – Wissenschaftler und Mediziner machen Mut: Die Parkinson-Forschung steht an der Schwelle zu einem Durchbruch. Es gebe neue und vielversprechende Ansätze bei der Frühdiagnose und Therapie der Nervenerkrankung, erklärten Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen. Deren Präsidentin, die Tübinger Neurologin Kathrin Brockmann, betont: „Es könnte aktuell nicht spannender sein. Die Forschung ist sehr nah dran an krankheitsmodifizierenden Therapien.“

Parkinson ist eine der am schnellsten zunehmenden neurologischen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind aktuellen Zahlen zufolge fast 400.000 Menschen betroffen, weltweit über zehn Millionen. Bei der Krankheit wird im Gehirn zu wenig Dopamin hergestellt. Das führt dazu, dass Nervenreize schlechter übertragen werden. Neben Bewegungsstörungen treten oft schon früh Schlafstörungen, Geruchsverlust, Verdauungsprobleme oder kognitive Veränderungen auf.

Typische Symptome sind unkontrollierbares Zittern, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen. Die Hirnveränderungen beginnen oft Jahrzehnte vor dem ersten Zittern. Bei der Diagnose sind bereits viele Neuronen zerstört.

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