München – Stillstand zum Wochenstart: Erneut werden Pendler und Reisende in Bayern und vor allem München von Streiks massiv getroffen. Am Dienstag legt die Gewerkschaft Verdi schon wieder den Verkehr bei U-Bahn, Bussen und Trams in der Stadt lahm. Zeitgleich stehen massive Ausfälle im Flugverkehr an, weil die Lufthansa am Montag und Dienstag bestreikt wird; diesmal von Piloten.
Im Münchner Nahverkehr wird wohl ein Notfahrplan in sehr eingeschränktem Ausmaß greifen. Die S-Bahn soll wie geplant verkehren. Offiziell handelt es sich noch immer nur um „Warnstreiks“. Diesmal soll vor der fünften Verhandlungsrunde der Druck erhöht werden. Verdi beharrt auf der Forderung nach einer sinkenden wöchentlichen Arbeitszeit. Das Entgelt soll in zwei Schritten um 550 Euro steigen. Man habe „großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste“ und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst, verbreitete Verdi. Das dürfe aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Zudem sei es nötig, die Schichtlängen zu begrenzen, das diene auch „der Sicherheit der Fahrgäste“.
Der Piloten-Streik läuft 48 Stunden lang ab Montag, 0 Uhr, bei Lufthansa sowie Cityline und Cargo AG. Eurowings wird am Montag bestreikt. 710 Starts und Landungen wurden gestrichen. Am Freitag, mitten im Osterverkehr, hatte bereits das Kabinenpersonal bei Lufthansa sowie Cityline gestreikt, hunderte Flüge fielen aus, vor allem in München und Frankfurt. »KOMMENTAR/BAYERN