München – Das Fußballspiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart und die anschließende Meisterfeier am Sonntag in der Allianz Arena sind im Nachhinein zur Nebensache geraten. Am Ende stand nicht das 4:2 der Münchner im Mittelpunkt, sondern die gewaltsame Auseinandersetzung der beiden Fanlager vor dem Duell.
Gegen 15.30 Uhr stürmten laut Polizeiangaben rund 500 Stuttgarter Fans – teils aus der Ultraszene – von der U-Bahn-Station Fröttmaning auf einen nahe gelegenen Parkplatz, wo sie auf etwa 500 Bayern-Fans trafen. Die 300 Polizeibeamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die Situation aufzulösen. Acht Polizisten sind dabei verletzt worden.
Aus Kapazitätsgründen konnte die Polizei nur eine Fan-Gruppierung in Gewahrsam nehmen. Die Wahl fiel auf die zur Prügelei angereisten Stuttgarter. „So ein Verhalten dulden wir nicht“, machte Polizeisprecher Christian Drexler deutlich. Das Kommissariat 23 (zuständig für jugendtypische Aggressionsdelikte) ermittelt nun.
Im Raum stand die Frage, ob das gewaltsame Aufeinandertreffen geplant gewesen sei. Nach Informationen unserer Zeitung war das zumindest vonseiten der Beteiligten aus München nicht der Fall. Dass es zu dieser Eskalation gekommen sei, lag womöglich an einem Fehler in der Logistik: Die Gäste-Fans stiegen nicht – wie üblich – am Gäste-Parkhaus aus, sondern reisten mit der U-Bahn an und hatten damit ungesicherten Zugang zur Esplanade.
Während im Stadion die Meisterfeier in vollem Gange war, liefen draußen die Ermittlungen schon auf Hochtouren. Die Beamten stellten zahlreiche Utensilien wie Gebiss-Schutze und Masken sicher. »SPORT