SPD und Grüne loben Aigner

von Redaktion

CSU-Vorschlag als Bundespräsidentin – Merz: Noch keine Entscheidung

München/Berlin – Parteiübergreifend gibt es Unterstützung für den Vorschlag der CSU, Ilse Aigner zur Bundespräsidentin zu wählen. Führende Politiker der SPD und einzelne der Grünen äußerten grundsätzlich hohe Sympathie. Die CSU sammelt sich geschlossen hinter der Landtagspräsidentin, auch die Freien Wähler äußern sich überzeugt. CDU-Chef Friedrich Merz legte sich nicht fest; es gebe mehrere Namen.

Die Wahl ist für Januar 2027 geplant. Bis Ende September wollen sich Union und SPD auf eine gemeinsame Kandidatin einigen. „Bis dahin nehme ich Vorschläge mit Interesse zur Kenntnis“, sagte Merz betont zurückhaltend. „Ich schätze Ilse Aigner sehr“, sagte SPD-Chef Lars Klingbeil auf Nachfrage. Er halte sie für eine Brückenbauerin. Es gebe aber die Verabredung, „dass wir zum richtigen Zeitpunkt darüber reden werden, ob es einen gemeinsamen Vorschlag gibt“. In Koalitionskreisen wird gewarnt, die Zeit bis zur Nominierung sei noch lang, Aigner werde arg früh genannt.

Union und SPD haben derzeit eine gemeinsame Mehrheit in der Bundesversammlung. Andere Parteien haben sich ebenfalls noch nicht festgelegt; erwartet wird etwa eine Gegenkandidatur der AfD. Der grüne Landtagsvizepräsident Ludwig Hartmann sagte unserer Zeitung, er begrüße sehr, „dass das höchste Staatsamt endlich mit einer Frau besetzt werden soll, das ist längst überfällig“. Er traue Aigner das Amt durchaus zu. FW-Fraktionschef Florian Streibl sagte, er persönlich habe „sehr große Sympathie“ für Aigner. CSU-Vize Manfred Weber lobte, sie stehe „für Integrität, Bürgernähe und klare Haltung“, genau so eine Bundespräsidentin brauche es jetzt.CD»POLITIK

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