E-Auto-Besitzer bekommen Geld fürs Laden

von Redaktion

München – Während sich Fahrer von Verbrenner-Fahrzeugen weiter über die hohen Spritpreise ärgern, konnten sich E-Auto-Besitzer am Wochenende freuen: Am Sonntag kostete der Liter Diesel im bundesweiten Schnitt 2,19 Euro, Fahrer von Elektroautos bekamen dagegen bis zu 39 Cent pro getankter Kilowattstunde – zumindest, wenn sie einen dynamischen Stromtarif hatten, wie der Versorger Octopus Energy berichtete. Heimlader konnten so im Schnitt zehn Euro verdienen.

Hintergrund waren negative Preise am Strommarkt: An einem wolkenfreien Sonntag flutete Solarstrom um die Mittagszeit das Netz. Um Erzeugung und Verbrauch auszubalancieren, drohen Einspeisern in diesen Phasen Strafzahlungen. Wer den Strom in dieser Zeit verbraucht, erhält das Strafgeld. Diese Negativpreise können Verbraucher über dynamische Tarife einkassieren.

Besonders drastisch war die Lage im Freistaat: Der Netzbetreiber Bayernwerk meldete in der Spitze fast 12.000 Megawatt Solarstromerzeugung, rund die Hälfte wurde ins europäische Netz exportiert. Eine Überlastung gab es aber nicht: „Der PV-Einspeiserekord ins Bayernwerk-Netz liegt bei rund 13.000 Megawatt“, hieß es. Diese Energiemengen auszugleichen, sei mittlerweile Tagesgeschäft.MAS»WIRTSCHAFT

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