Tankrabatt zeigt erste Wirkung

von Redaktion

Preise fallen oft unter die Zwei-Euro-Marke – Regierung pocht auf weitere Senkung

München – Der Tankrabatt zeigt erste Wirkung. Zum Start gingen am Freitag die Preise für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen deutlich herunter – vorerst aber nicht genauso stark wie die seit Mitternacht geltende Steuersenkung von 16,7 Cent je Liter, wie aus Angaben des ADAC und des Bundeskartellamts hervorgeht. Die Bundesregierung pocht auf eine volle Weitergabe, die von der Branche prinzipiell zugesichert wurde. Der Iran-Krieg und die blockierte Straße von Hormus haben die Preise für Sprit und Heizöl explodieren lassen.

In der Nacht auf Freitag fielen die Spritpreise laut ADAC recht rasch um 7 bis 8 Cent und sanken am Morgen weiter. Am Vormittag habe eine deutlich stärkere Dynamik mit Preissenkungen eingesetzt, so das Bundeskartellamt, gerade im Vergleich zu den Tagen zuvor. Viele Tankstellen hätten „günstig“ geöffnet. Allerdings habe die Preisspitze am Donnerstag zu der höchsten seit der kürzlichen Einführung der Regel gehört, dass Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich – nämlich um 12 Uhr – anheben dürfen.

Nach ADAC-Angaben lag der Preis für einen Liter Superbenzin E10 um 8 Uhr im bundesweiten Schnitt unter der 2-Euro-Marke. Konkret sank der Preis im Vergleich zur selben Zeit am Donnerstag um 10,7 Cent auf 1,976 Euro pro Liter. Auch Diesel verbilligte sich deutlich: um 10,4 Cent auf 2,063 Euro.

Die Senkung der Energiesteuer sei zunächst erst teilweise an den Zapfsäulen angekommen, sagte eine ADAC-Sprecherin. Offenbar befinde sich in den Tanks vieler Tankstellen noch Kraftstoff, der nach den alten Steuersätzen abgerechnet wurde. Der Rabatt soll bis Ende Juni gelten.

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