Epstein-Ermittlungen: Ein Dutzend weitere Opfer

von Redaktion

Paris – Im Rahmen der Ermittlungen zum Epstein-Skandal haben sich bei der Pariser Staatsanwaltschaft etwa ein Dutzend weitere mutmaßliche Opfer des US-Sexualstraftäters gemeldet. Insgesamt hätten etwa 20 Missbrauchsopfer mit ihrer Behörde Kontakt aufgenommen, sagte Staatsanwältin Laure Beccuau. Außer den Opfern des 2019 verstorbenen Jeffrey Epstein handele es sich um Opfer des Model-Agenten Jean-Luc Brunel und des früheren Chefs der großen Model-Agentur Elite, Gérald Marie. Von den insgesamt rund 20 nun als mutmaßliche Opfer geführten Menschen seien etwa ein Dutzend der Staatsanwaltschaft bislang nicht bekannt gewesen.

Der sehr gut vernetzte US-Investor und Milliardär Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben.

Nach der Veröffentlichung tausender Akten zu Epstein durch die US-Regierung hatte die Pariser Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Dabei geht es insbesondere darum, diejenigen zu identifizieren, die es dem US-Milliardär ermöglichten, seine Verbrechen auch in Frankreich zu verüben – etwa indem sie ihn mit potenziellen Opfern in Kontakt brachten.

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