Berlin – Die Zahl der Ehrenamtlichen ist laut der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt in den vergangenen fünf Jahren um rund zwei Millionen auf aktuell 27 Millionen Menschen zurückgegangen. Viele spontane Initiativen wie Nachbarschaftsvereine oder Gruppen zur Flüchtlingshilfe hätten die Corona-Zeit nicht überstanden, sagte der Vorsitzende Jan Holzer im RBB. Das erhöhe den Druck auf die verbliebenen Ehrenamtler. Besonders Vereinsvorstände würden sich deshalb immer intensiver engagieren. „Wir müssen aufpassen, dass sie sich nicht übernehmen, sonst droht vielen von ihnen ein Burn-out“, sagte Holzer.
Um das Ehrenamt zu würdigen, rufen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Stiftung für Samstag erstmals zu einem bundesweiten Ehrentag auf. Anlass ist der Grundgesetz-Geburtstag am 23. Mai. Geplant sind mehr als 2000 Aktionen.
Einrichtungen wie die Feuerwehr würden ohne das freiwillige Engagement nicht funktionieren, betonte Holze: „Deswegen braucht es neue Menschen, die hier zur Seite stehen, und auch neue Modelle, um diese Menschen zu unterstützen, damit unsere Vereinslandschaft mit über 600.000 Vereinen in der gesamten Bundesrepublik weiterhin so vielfältig und bunt bleibt.“