Strom-Überschuss an Pfingsten

von Redaktion

Verbraucher können von Negativpreisen profitieren – Sprit wieder billiger

München – Gutes Wetter, viel Solarstrom, wenig Verbrauch durch Wochenende und Feiertage: Laut Experten könnten die Strompreise an Pfingsten wieder in den Minusbereich rutschen. „Im Extremfall können die Preise im kurzfristigen Handel auf minus 10.000 Euro pro Megawattstunde sinken“, sagt Felix Dembski, Leiter der Rechtsabteilung beim Speicher-Hersteller Sonnen. Die Folge: „Dann bekäme man für das Kochen eines großen Topfs Nudeln knapp 10 Euro.“

Profitieren können Verbraucher, wenn sie ihren Stromverbrauch über einen sogenannten Smartmeter messen. Sie brauchen dafür außerdem einen passenden Stromvertrag, der sich nach dem Börsenpreis von Strom richtet. Dann bekommen sie bei negativen Strompreisen Geld, wenn sie ihr E-Auto laden, Wäsche waschen, ihren Geschirrspüler laufen lassen oder eine Wärmepumpe betreiben. Messstellenbetreiber wie die Bayernwerke oder die Stadtwerke München müssen Haushalten einen Smartmeter verbauen, wenn diese mehr als 6000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. Auch alle anderen können die neuen Zähler beantragen. Der freiwillige Einbau kostet bis zu 100 Euro. Bisher besitzen nur 5,5 Prozent aller deutschen Haushalte so ein Gerät, in Großbritannien sind es dagegen etwa 70 Prozent.

Zum Start der Reisewelle an Pfingsten ist auch Tanken wieder billiger geworden. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags kostete ein Liter Super E10 mit 1,996 Euro erneut weniger als zwei Euro, wie der ADAC mitteilt. Diesel verbilligte sich zum Donnerstag um 1,5 Cent pro Liter auf 1,974 Euro – niedrigster Wert seit März. MAS/HÖSS/DPA»WIRTSCHAFT

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