Bahn vermeidet Komplettsperre

von Redaktion

Bayern setzt sich durch: Sanierung München–Rosenheim in mehreren Etappen

München/Rosenheim – Das Konzept für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim wird von Grund auf geändert. Die Bahn vermeidet nun eine halbjährige komplette Sperre des Hochleistungskorridors im Jahr 2028, teilte Staatssekretär Ulrich Lange (CSU) vom Bundesverkehrsministerium unserer Zeitung mit. Dafür wird in zwei Etappen saniert.

Ursprünglich war eine komplette Sperrung der großteils zweigleisigen Strecke zwischen Januar und Juni 2028 geplant – 22 Wochen lang. Dagegen hatte unter anderem der Güterverkehr protestiert. „Für die Bayerische Staatsregierung war diese Planung nicht akzeptabel“, sagte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Auf der Strecke fahren täglich fast 200 Regional- und Fernzüge und fast 100 Güterzüge. Hinzu kommt noch der S-Bahn-Verkehr bis Grafing Bahnhof.

Nun wird „etappiert“, so der Fachbegriff: Im Frühjahr 2028 soll die Fernbahn nur acht Wochen komplett gesperrt und mit Schienenersatzverkehr überbrückt werden. Erst im ersten Halbjahr 2031 soll es eine weitere Vollsperrung geben, bis zu 16 Wochen lang. Bis dahin soll aber die Ersatzstrecke (Mangfalltalbahn) ertüchtigt sein. Auch die Sanierung der S-Bahn-Strecke bis Grafing wird abschnittsweise erfolgen.

Bei den bisherigen Korridorsanierungen hatte die Bahntochter DB InfraGo am Konzept der mehrmonatigen Komplettsperre immer eisern festgehalten. „Das ist die größte Planänderung, die an einem Einzel-Korridor bisher vorgenommen wurde“, sagte Lange. Möglich war dies nur nach zahlreichen Verhandlungsrunden. „Es war eine Mammutaufgabe, dass wir das hingebracht haben“, betonte Bernreiter.DW»BAYERN

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