Flüge: Schneller zur Entschädigung

von Redaktion

Vorstoß von Deutschland und Frankreich – Formular soll automatisch kommen

Luxemburg – Streiks von Piloten oder Bodenpersonal, heftige Unwetter oder – wie jetzt am Sonntagabend in München – ein Brand im Tower: Gründe für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gibt es viele. Doch innerhalb der EU tobt eine Debatte über die Zukunft der Fluggastrechte. Deutschland und Frankreich haben nun einen gemeinsamen Vorschlag in die festgefahrenen Verhandlungen eingebracht.

Sie schlagen vor, dass Fluggäste bei Verspätungen und Absagen künftig einheitlich ab drei Stunden eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro bekommen. Bisher richtet sich die Höhe der Entschädigung nach der Entfernung des betroffenen Flugs. Bei Kurzstrecken bekommen Reisende 250 Euro, bei längeren Strecken mehr. Die Fluggesellschaften sollen ihnen zudem einen Link zu einem Formular zur Verfügung stellen müssen, über das sie ihre Ansprüche einreichen können.

Die beiden Staaten werben in einem Schreiben dafür, dass der Vorschlag einfach und klar sei und sowohl ein hohes Niveau an Schutz für die Passagiere garantiere als auch die finanzielle Last für Airlines berücksichtige. Der praktische Link auf das Erstattungsformular verbessere die Transparenz, argumentieren sie.

Vertreter der 27 EU-Staaten und des EU-Parlaments verhandeln seit Langem über die Reform. Besonders umstritten sind die Entschädigungen. Die Zeit für eine Einigung drängt: Gibt es bis 15. Juni keine Einigung, scheitert die Reform. Das EU-Parlament hatte im Januar gefordert, dass Airlines Betroffenen vorausgefüllte Formulare zur Verfügung stellen müssen. Bisher macht nur ein Teil der Reisenden die Rechte bei Verspätungen geltend. » KOMMENTAR

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