Bayerns Firmen planen Kampfjet

von Redaktion

Nach FCAS-Scheitern: Neues Bündnis will europäisches Projekt vorantreiben

München – Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS plant ein Bündnis aus acht Firmen, vor allem aus Bayern, die Entwicklung eines europäischen Alternativprojekts. Ein Sprecher des deutschen Rüstungskonzerns Hensoldt erklärte, gemeinsam habe das Bündnis „Team Gen 6“ ein Positionspapier zu FCAS und „dem verbundenen Next Generation Weapon System (NGWS) erarbeitet und dieses dem Bundesverteidigungsminister übermittelt“.

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz. Details wollen die Bündnispartner morgen auf der Luftfahrtmesse ILA bekannt geben.

FCAS war als Rückgrat der deutsch-französischen Luftverteidigung ab den 2040er-Jahren geplant. Die Abkürzung steht für Future Combat Air System. An dem Vorhaben ist neben Deutschland und Frankreich auch Spanien beteiligt. Neun Jahre nach der Ankündigung des gemeinsamen Kampfjets hatten Deutschland und Frankreich am Montag nach langen Streitigkeiten das Ende des Vorhabens beschlossen. Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien „zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden“, hieß es aus Berlin.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wollte zu einem alternativen Jet-Projekt nicht öffentlich „spekulieren“. Er sagte: „Da werden wir sehen, welche Wege wir gehen.“ Er sei darüber „schon seit Monaten im Gespräch mit verschiedenen Akteuren“.

»KOMMENTAR/WIRTSCHAFT

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