Bau-Vorgaben für Pflegeheime wackeln

von Redaktion

Essen – Pflegeheimbetreiber haben die Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zum Abbau von Bau-Vorgaben für Pflegeheime und für mehr private Vorsorge begrüßt. „Die Baukosten tragen tatsächlich zur Preisentwicklung in der Pflege bei“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB), Thomas Knieling, den Zeitungen der Funke-Gruppe.

Die Errichtung eines vollständig ausgestatteten Heimplatzes koste derzeit je nach Standort 150.000 Euro und mehr, sagte Knieling. Vor allem in Ballungsräumen könnte es Sparpotenziale geben, wenn von Vorgaben zu Mindestflächen, Einzelzimmern und anderen baulichen oder regulatorischen Anforderungen abgewichen werden dürfe. Derzeit liegt der Investitionskostenanteil, den Pflegebedürftige über ihre Eigenanteile tragen, im Schnitt bei etwa 500 Euro monatlich.

Warken hatte die Bundesländer aufgefordert, Vorgaben für Pflegeheime zu überprüfen und möglichst zu reduzieren, etwa bei Zimmergrößen oder Gemeinschaftsflächen. Ziel müsse sein, Kosten im stationären Pflegebereich zu senken und so die Eigenanteile für Pflegebedürftige zu verringern. Zudem sprach sie sich dafür aus, die zusätzliche private Pflegevorsorge attraktiver zu machen.EPD

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