Basis-Konferenzen sollen Murren in der CSU dämpfen

von Redaktion

München – Mit einer Reihe von Basis-Konferenzen will die CSU-Spitze im Herbst den Unmut nach der Kommunalwahl im März dämpfen. Parteichef Markus Söder kündigte nach einer streckenweise kontroversen Vorstandssitzung an, alle Ortsvorsitzenden zu Kongressen zu holen und Input aus der Basis stärker bei Parteitagen einzubringen. „Die Partei ist verwundet, dort wo die Wahlen nicht so gut ausgegangen sind“, räumte Söder ein. Auch einen Europakongress soll es geben.

In der Runde verteidigte Parteivize Manfred Weber seinen „Pfingstbrief“ und warnte vor „Wagenburg-Mentalität“ der CSU; teils unter Beifall, teils unter scharfer Kritik. „Maximal verunglückt“ sei diese Form der „Selbstbeschäftigung“, klagte Landesgruppenchef Alexander Hoffmann vor Journalisten.

Söder stellte sich klar hinter die Koalition mit den Freien Wählern im Land. Für das Bündnis in Berlin bekräftigte der Parteichef, dass auch die CSU bereit sei, für ein großes Reformpaket Kompromisse einzugehen. „Da wird nicht jeder jubeln.“ Als rote Linien für die CSU deutete er nur an, dass es eine Begrenzung der Sozialbeiträge brauche, den Erhalt der Mütterrente und eine Stärkung der regionalen Krankenhäuser. Die Koalition müsse liefern, sei „zum Erfolg verdammt“. Mit Blick auf aktuelle Umfragen sagte Söder: „Die Wölfe stehen vor der Tür. Die Prozentzahlen der AfD zeigen es eindeutig.“ CD»KOMMENTAR/POLITIK

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