München – Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs könnte die Spritpreise in Deutschland wieder dämpfen. Am Montag gab der Ölpreis deutlich nach. Sollte der für die Weltwirtschaft wichtige Seeweg vor Hormus öffnen, dürfte der Nachschub von Rohöl, Flüssiggas und Dünger aus dem Golf rasch anlaufen, es gäbe einen kleinen Anschub für die Konjunktur.
Der ADAC beobachtet seit dem Wochenende aber noch keine Weitergabe der gesunkenen Ölpreise im „angemessenen Umfang“. Diese sollte aber im Sinne der Autofahrer rasch passieren, fordert der Verkehrsclub. Am Sonntag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,877 Euro. Der Preis hat sich seit Mittwoch nur wenig bewegt, liegt aber noch 9,9 Cent höher als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, trotz Tankrabatt von gut 16 Cent. Bei Diesel zeigte sich zuletzt weiterhin ein Abwärtstrend. Mit 1,829 Euro war der Kraftstoff am Sonntag um 2,3 Cent billiger als am Mittwoch.
US-Präsident Donald Trump hatte am frühen Montagmorgen nach wochenlangen Verhandlungen erklärt, eine Einigung mit dem Iran sei „jetzt vollständig“. Die Straße von Hormus werde am Freitag für die Minenräumung geöffnet. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage trotz des Abkommens weiter als instabil. Wie viele Sprengsätze dort tatsächlich lauern, ist nicht bekannt.
Beim Einsatz zur Minenräumung sollen europäische Staaten helfen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Bundeswehr schnell an einem internationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen könnte. Nötig sei dafür ein Mandat des Bundestags.
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