Bayern ächzt unter der Hitze

von Redaktion

Bis zu 41 Grad diese Woche: Drei Badetote und erhöhte Waldbrandgefahr

München – Die Hitzewelle hat Bayern fest im Griff. Die Meteorologen sprechen von „volltropischen und rekordverdächtigen Verhältnissen“. Donnerstag und Freitag sollen die Temperaturen noch weiter steigen, in einigen Regionen sogar auf bis zu 41 Grad. Und selbst nachts sinken die Werte vielerorts nicht auf unter 24 Grad. Klassisches „Hitzefrei“ gibt es an den Schulen nicht, jede Schulleitung entscheidet einzeln, ob sie die Kinder früher nach Hause schickt. Viele Schulen im Freistaat machen das in dieser Woche.

An Bayerns Seen sind erneut Menschen beim Baden gestorben. Eine 85-jährige Schwimmerin ist im Haslacher See im Kreis Weilheim-Schongau untergegangen. Sie wurde am Ufer noch reanimiert, starb aber kurz darauf im Krankenhaus. In der Regattastrecke in Oberschleißheim ertrank ein 73-Jähriger. Ein 29-Jähriger, der am Sonntag im Guggenberger See bei Regensburg von seinem Stand-up-Paddle-Board gefallen und nicht mehr aufgetaucht war, wurde gestern tot geborgen.

Besonders älteren und kranken Menschen setzen die hohen Temperaturen enorm zu. Der Rettungsdienst verzeichnet überall in Bayern gerade vermehrt Einsätze, berichtet ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch in vielen Notaufnahmen ist die Zahl der Patienten gestiegen. Für sie ist es dieser Tage besonders wichtig, ausreichend zu trinken.

Auch die Waldbrandgefahr steigt in ganz Bayern weiter – spätestens am Freitag könnte in vielen Regionen die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht werden. Einige Kommunen reagieren bereits darauf. Die Stadt Lohr am Main beispielsweise ordnete ein absolutes Verbot für jegliche Art von offenem Feuer an. »BAYERN

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