Ärger über radikalen VW-Sparplan

von Redaktion

100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr – CDU und SPD: Managementfehler abgewälzt

Wolfsburg/München – Der Autokonzern Volkswagen plant einen radikalen Konzernumbau, der offenbar mit einem noch stärkeren Stellenabbau als bisher geplant und Werksschließungen in Deutschland einhergehen soll. Das „Manager Magazin“ berichtete am Freitag unter Verweis auf Insider von global bis zu 100.000 geplanten Stellenstreichungen, zudem sollen vier Werke dichtgemacht werden. Der Konzern bestätigte die Zahlen nicht, sprach jedoch von „tiefgreifenden“ Veränderungen, die bevorstünden.

Ein VW-Sprecher sagte, das aktuelle Geschäftsmodell, Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu produzieren und weltweit zu exportieren, funktioniere nicht mehr für alle Marken. Er verwies auf Zölle, härteren Wettbewerb und allgemein schlechte Marktentwicklungen. Laut Geschäftsbericht 2025 arbeiteten rund 660.000 Menschen bei Volkswagen. In Deutschland wären dem Bericht zufolge Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm von Schließungen betroffen.

Aus der Berliner Regierungskoalition kommt ungewöhnlich scharfe Kritik am Konzern. Das Management wälze eigene Fehler auf die Beschäftigten ab, sagte der SPD-Wirtschaftspolitiker Adis Ahmetovic. „Das wird nicht unbeantwortet bleiben von der Politik.“ Dagegen werde gekämpft. „Das wird für das Management unbequem werden.“ Unions-Fraktionsvize Sepp Müller (CDU) sagte zu ntv: „Hier werden jetzt die Managementfehler auf den Rücken derer ausgetragen, die vorher hart gearbeitet haben für den Konzern VW.“ Das Land Niedersachsen, 20-Prozent-Anteilseigner, lehnt jede Werksschließung strikt ab.MM

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