Inflation in Bayern gibt nach

von Redaktion

Teuerungsrate bei 2,5 Prozent – Tankrabatt: Kartellamt warnt Mineralölfirmen

München – Das Leben in Bayern ist wieder etwas günstiger geworden. Die Inflationsrate im Juni lag bei 2,5 Prozent, im Mai waren es noch 2,7 Prozent. Ohne die Kosten für Heizöl und Benzin, die wegen des Irankrieges nach wie vor hoch sind, läge die Teuerungsrate sogar nur bei moderaten 1,9 Prozent. Und der Inflationsdruck nimmt laut dem Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo weiter ab.

Laut Ifo sank die Preiserwartung den zweiten Monat in Folge. Das heißt, weniger Unternehmen planen, ihre Preise zu erhöhen. Sehe man vom Ende des Tankrabatts ab, der sich im Juli bemerkbar machen werde, spreche das dafür, dass die große Welle der Preiserhöhungen durch sei, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Möglicherweise habe man in den Sommermonaten den Höhepunkt der Inflation erreicht. „Sinkende Energiepreise, zu denen die Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten zusätzlich beigetragen haben, scheinen die Unternehmen zuversichtlicher hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage gemacht zu haben.“

Gegenläufig entwickeln sich allerdings die Preise an den Tankstellen. Da zum 1. Juli der seit zwei Monaten gültige Tankrabatt ausläuft, haben die Mineralölkonzerne schon gestern an der Preisschraube gedreht: Die Preise stiegen zum Teil deutlich. Das Bundeskartellamt warnt derweil die Branche davor, ungerechtfertigt hohe Aufschläge beim Sprit zu verlangen. „Entsprechenden Hinweisen werden wir konsequent nachgehen“, kündigte Andreas Mundt, der Präsident des Kartellamtes, an. Dank einer Gesetzesänderung samt Beweislastumkehr kann die Behörde den Firmen inzwischen etwas strenger auf die Finger schauen. »MÜNCHEN

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