Übersee – Wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) mitteilt, geriet beim Brand im Damberger Filz im Chiemseemoos in der Nacht auf Montag (wir berichteten) die Torfschicht laut aktueller Begehung nur stellenweise oberflächlich in Brand.
Der betroffene Bereich zeichnet sich durch eine Torfoberfläche aus, auf der Büsche, Sträucher und Bäume stehen. Die AELF-Moorberaterin Manuela Zeidler beschreibt die besonderen Tücken des Torfs bei Feuer: „Ein Moorbodenbrand ist hartnäckiger als ein Waldbrand, weil das Feuer unterirdisch weiterbrennen kann. Früher hat man den Torf ja sogar als Heizmaterial verwendet, weil er gut brennt. Sehr ausgetrockneter Torf nimmt Wasser nur schlecht wieder auf. Das erschwert das Löschen.“
Vegetation in Mitleidenschaft gezogen
Wolfgang Madl, Bereichsleiter Forsten am AELF Traunstein, ergänzt: „Ein Brand des Waldbodens im Moor, also des Torfs, ist immer am schlechtesten.“
Weil jedoch die rund 300 Feuerwehrleute rasch und intensiv den Brand bekämpften, Hubschrauber Wasser abwarfen und Landwirte mit ihren Güllewägen Wasser herbeibrachten, blieb es in Übersee bei einem sogenannten Vegetationsbrand.
Sowohl das AELF als auch das zuständige Forstministerium von Michaela Kaniber zeigten sich dankbar für den Einsatz aller Beteiligten, vor allem der freiwilligen Einsatzkräfte. Die Feuerwehr hielt weiter Brandwache. Wann der Moorwaldbrand endgültig gelöscht sein wird, werde laut AELF erst in einigen Tagen feststehen.
Das Traunsteiner Amt richtet zudem einen deutlichen Appell an die Bevölkerung: „Rauchen Sie nicht im Wald. Es ist immer von März bis Oktober streng verboten.“