Robert-Koch-Institut: Tausende Tote durch Hitzewelle

von Redaktion

München – Die Hitzewelle Ende Juni hat in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 5100 Menschen das Leben gekostet. Allein in der Woche vom 22. bis 28. Juni wurden etwa 4310 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet. Damit liegt die Zahl der Verstorbenen schon zur Jahresmitte deutlich über den Werten der vergangenen Jahre: Von 2023 bis 2025 registrierte das RKI im Schnitt rund 2900 Todesfälle jährlich. In Bayern starben im laufenden Jahr nach Schätzungen des Instituts rund 530 Menschen an Folgen der Hitze.

Dazu zählen Fälle, in denen hohe Temperaturen unmittelbar zum Tod führen, etwa durch einen Hitzschlag. In den meisten Fällen sei jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze die Todesursache, hieß es. Besonders gefährdet sind ältere Menschen. Fast 3000 der Hitzetoten waren 85 Jahre oder älter, weitere 1320 gehörten zur Altersgruppe der 75- bis 84-Jährigen. Bei den 65- bis 74-Jährigen wurden etwa 550 Todesfälle geschätzt, bei Menschen unter 65 Jahren 300.

Die hohe Zahl der Todesfälle dürfte vor allem auf die außergewöhnlich starke Hitzeperiode im Juni zurückzuführen sein. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad war der Monat in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn der Messungen. In der letzten Juniwoche lag die bundesweite Durchschnittstemperatur sogar bei 26,4 Grad. Auch in Bayern wurden vielerorts Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. In Westeuropa war der Juni sogar der heißeste jemals registrierte.DPA/AB»KOMMENTAR

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