Berlin – Die geplante Anhebung der Tabaksteuer, die zu deutlich höheren Zigaretten-Preisen führen würde, stößt beim Suchtbeauftragten der Bundesregierung auf Zustimmung. „Meinetwegen kann die Tabaksteuer noch höher gehen, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Änderungsantrag, der vorliegt“, sagte Hendrik Streeck im Deutschlandfunk.
Die schwarz-rote Koalition möchte ein Regierungsvorhaben verschärfen und die 2027 erwarteten Steuer-Mehreinnahmen um rund 0,8 Milliarden Euro verdoppeln. Die zusätzlichen Einnahmen sollten auch in Programme zum Rauchstopp und zur Prävention fließen, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.
Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, würde eine Packung mit 20 Zigaretten im kommenden Jahr im Schnitt 9,10 Euro kosten und damit 33 Cent mehr als bislang erwartet. Schrittweise soll es nach oben gehen. 2030 wird mit einem Packungspreis von durchschnittlich 11,78 Euro gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt raucht in Deutschland etwa jeder fünfte Ab-15-Jährige. Streeck sagt, dass es bei der Steuererhöhung auch darum gehe, dass junge Leute gar nicht erst anfingen mit dem Rauchen und Raucher damit aufhörten. Die Tabaklobby hatte die Koalitionspläne kritisiert und als „reine Fantasie“ bezeichnet.