München – Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer ist seit Jahresbeginn deutlich angestiegen. Wie das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitteilte, stellten im ersten Halbjahr 5862 Personen einen Antrag. Das ist erheblich mehr als im gesamten Jahr 2024 (3879). Seit Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 waren die Zahlen stetig gesunken und erreichten 2019 ihren Tiefpunkt mit 110. Das Bundesamt führt den Anstieg auf die weltpolitische Entwicklung zurück. Ein wichtiger Faktor sei zudem die öffentliche Aufmerksamkeit durch das Versenden von Fragebögen für den neuen Wehrdienst. Die Wehrpflicht ist zwar ausgesetzt, bleibt aber im Grundgesetz verankert. Sollte der Aufwuchs der Bundeswehr nicht allein über Freiwillige gelingen, ist eine sogenannte Bedarfswehrpflicht denkbar. »KOMMENTAR