SPD will Stärkung für Krebsüberlebende

von Redaktion

Berlin – Die vom Krebs genesenen SPD-Politiker Lars Klingbeil und Manuela Schwesig fordern, dass Krebsüberlebende eine überwundene Erkrankung nicht mehr jahrelang etwa bei Vertragsabschlüssen angeben müssen. „Es darf nicht sein, dass eine überstandene Krebserkrankung Menschen ein Leben lang begleitet und sie bei Versicherungen, Krediten oder im Berufsleben benachteiligt“, sagte SPD-Chef und Finanzminister Klingbeil der Funke Mediengruppe. „Wer den Krebs besiegt hat, muss auch gesellschaftlich und wirtschaftlich wieder frei nach vorn schauen können.“

Bei Klingbeil war 2014 Zungenkrebs festgestellt worden. Schwesig machte 2019 eine Brustkrebserkrankung öffentlich. „Ich weiß, wie schwer die Diagnose und der Kampf gegen Krebs ist. Und wie groß die Erleichterung ist, wenn man sagen kann: Ich habe es überstanden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin. „Umso bitterer, wenn einem das niemand glaubt. Bei der Bank, bei der Berufswahl, sogar bei einer Adoption muss man eine längst überwundene Krankheit offenlegen. Und zahlt drauf oder wird abgelehnt. Das ist ungerecht“, sagte Schwesig.

In Deutschland lebten 5,5 Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden hätten, fügte Schwesig hinzu.DPA

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