München – Als letzter deutscher Autokonzern wird nun auch BMW ein großes Stellenabbauprogramm auflegen. Weltweit sollen rund 8000 Jobs wegfallen. Das wären etwa fünf Prozent der 154.000 BMW-Mitarbeiter weltweit. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation sowie ab Oktober über ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. BMW äußerte sich zunächst nicht zu den Plänen und wollte auch die Zahl von 8000 Jobs nicht bestätigen. Der Betriebsrat betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, es bestehe weiter Verhandlungsbedarf.
BMW werde „auf allen Managementebenen Organisationseinheiten zusammenführen und mehr Verantwortung in die Hände der wertschöpfenden Bereiche geben“, sagte BMW-Chef Milan Nedeljković laut Teilnehmern auf einer Betriebsversammlung am Mittwochvormittag zu den Mitarbeitern. Vor allem in Bereichen wie Verwaltung, Forschung und Entwicklung sollen Jobs wegfallen, in der Produktion dagegen nicht. Das würde besonders große Einschnitte für die Konzernzentrale und das Forschungs- und Entwicklungszentrum FIZ in München bedeuten. Dort sind mehr als 25.000 Menschen beschäftigt.
Ein Rückgang der Belegschaft des Dax-Konzerns hat schon vor dem jetzt angekündigten Abbau eingesetzt: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 ist die Zahl der Mitarbeiter bereits um rund 2000 gesunken. Beispiellos ist die Maßnahme bei BMW jedoch nicht. Anfang 2008 hatte der damalige Konzernchef Norbert Reithofer einen Abbau in ähnlicher Dimension angekündigt. Bis Ende 2010 schrumpfte die Belegschaft dann sogar um mehr als 10.000 – auf damals 95.000. »IM BLICKPUNKT, KOMMENTAR