Vertrauen in den Staat auf Tiefststand

von Redaktion

Berlin – Das Vertrauen der Bürger in den Staat ist nach einer neuen Umfrage auf einen Tiefststand gesunken. Laut der Bürgerbefragung im Auftrag des Beamtenbunds dbb trauen nur noch 17 Prozent dem Staat zu, seine Aufgaben erfüllen zu können. In den Vorjahren waren es 23, 25 und 27 Prozent. 79 Prozent der Bürger in Deutschland meinen laut der vom Institut Forsa durchgeführten Umfrage, der Staat sei angesichts der Fülle seiner Aufgaben und Probleme überfordert.

Dabei wurde nach Parteipräferenz unterschieden: Mehr Vertrauen in den Staat haben die Anhänger von Union (38 Prozent), SPD (33 Prozent) und Grünen (26 Prozent). Ein geringeres Vertrauen haben Anhänger der Linken (14 Prozent), vor allem aber der AfD (2 Prozent). Dbb-Chef Volker Geyer nannte die Ergebnisse „eine Katastrophe und einen Weckruf“. So könne und dürfe das nicht weitergehen. „Ein solcher Vertrauensverlust ist eine Gefahr für unsere Demokratie.“

Die Befragten sollten auch Schulnoten verteilen: Gute Werte erhielten Straßenreinigung (1,9), Bibliotheken (2) oder Museen (2,1), nur ausreichende Werte bekamen Bundesministerien (4,2), Landesministerien (3,8) oder Arbeitsämter (3,7). Für den Stand der Digitalisierung von Staat und öffentlicher Verwaltung gab es die Note 4.

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