Rekord an Pflege-Beschwerden

von Redaktion

Medizinischer Dienst in Bayern: Mehr als jede zweite Prüfung bestätigt Mängel

München – Im Jahr 2025 gingen beim Medizinischen Dienst Bayern 455 Beschwerden zu insgesamt 343 Pflegeeinrichtungen ein. Damit sind die Hinweise zu möglichen Missständen in bayerischen Pflegeeinrichtungen auf einem neuen Rekordniveau, so der Jahresbericht Beschwerdemanagement des MD Bayern.

Bei den insgesamt 149 Prüfungen auf solche Beschwerden hin, die ohne Ankündigung (Vorjahr: 123 Prüfungen) erfolgten, hätten sich mehr als die Hälfte (55 Prozent) bestätigt, so der Medizinische Dienst. In den übrigen Fällen prüfte entweder der Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung, die zuständige Heimaufsichtsbehörde oder es wurde eine Stellungnahme eingeholt.

„Bei den Beschwerden zu möglichen Missständen stellen wir im Verlauf der letzten Jahre eine stetige Zunahme fest“, beobachtet Claudia Wöhler, Vorstandsvorsitzende des MD Bayern. Am häufigsten beziehen sich die Beschwerden auf Mitarbeiter- und Führungsverhalten, Pflege sowie das eingesetzte Personal und dessen Qualifikation.

234 Beschwerden bezogen sich auf die stationäre Pflege, davon 222 auf Pflegeheime und zwölf Beschwerden auf Tagespflegeeinrichtungen. Zu ambulanten Versorgungsformen gingen insgesamt 221 ein. Davon bezogen sich 196 auf die Versorgung eines Pflegedienstes im häuslichen Umfeld, 18 auf ambulant betreute Wohngemeinschaften und sieben auf Versorgungsangebote im betreuten Wohnen. Beschwerden können beim Medizinischen Dienst Bayern anonym oder namentlich eingereicht werden. Je nach Inhalt und Dringlichkeit erfolgt die Beratung oder Prüfung durch speziell geschulte Pflegefachkräfte.KR

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