Harter Kurs gegen Schleichverkehr

von Redaktion

Heute Kontrollaktion hinter Abfahrten von A8 und A93 – Hohe Staugefahr

München – Mit einer großen Kontrollaktion will Bayerns Polizei am Wochenende die Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr neben den großen Urlaubsrouten überwachen. Man wolle die Anwohner in den Orten vor allem in der Region Rosenheim vor zusätzlichem Ausweichverkehr schützen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Im August 2025 hatte das Landratsamt Rosenheim eine Anordnung zu Durchfahrtsverboten bei Stau erlassen. Ohne berechtigtes Interesse, also ein lokales Ziel, dürfen Autofahrer nicht mehr von den Autobahnen A8 und A93 abfahren und Abkürzungen durch die Orte suchen. Die Polizei werde das kontrollieren und Autofahrer nötigenfalls auf die Autobahnen zurückleiten, sagte Herrmann. Verstöße könnten mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 55 Euro geahndet werden.

Anwohner hatten sich vehement beschwert, dass bisher die Abfahrtsverbote an den Stau-Wochenenden großflächig ignoriert worden seien. Ein noch ungelöster Teil des Problems ist, dass Navigationssysteme trotz der Verbote die Autos von den vollen Autobahnen über Nebenstrecken leiten. Auch gibt es keine großen Warnschilder auf den Autobahnen.

Unterdessen steuert Deutschland auf eines der staureichsten Wochenenden des Jahres zu. Die Sommerferien enden in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, aus Bayern und Baden-Württemberg rollt die zweite Ferienwelle an, berichtet der ADAC. Samstagvormittag und Sonntagnachmittag wird es besonders dicht zugehen auf der A8 Richtung Salzburg und der A9 von Nürnberg nach München, auch A93, A95 und A96 südlich von München sind hoch belastet.

Artikel 1 von 11