Ausbau-Pläne für A8 gestoppt

von Redaktion

Autobahn nach Salzburg bleibt zweispurig – Nur ein Standstreifen kommt

München – Die Autobahn GmbH hat die Planungen für die Verbreiterung der Salzburger Autobahn gestoppt. Die A8 soll auf den letzten 40 Kilometern ab Grabenstätt nahe des Chiemsees bis zur Landesgrenze nicht mehr dreispurig werden. „Wir werden das nicht weiterbetreiben“, sagte Josef Seebacher, Sprecher der Autobahn GmbH Südbayern. Stattdessen soll die 90 Jahre alte Autobahn nun „grundhaft“ erneuert werden und einen Standstreifen mit Option zur Seitenstreifen-Freigabe erhalten. Momentan ist die A8 hier nur zweispurig und ohne Standstreifen.

Die Ausbauplanung ist Jahrzehnte alt und heftig umstritten. Ursprünglich wollte die Autobahn GmbH drei Spuren sowie einen Standstreifen in jeder Richtung bauen, dazu Kurvenradien ändern und Höhenunterschiede ausgleichen. So steht es auch im Bundesverkehrswegeplan bis 2030, den der Bundestag beschlossen hatte. Nun lässt die Autobahn GmbH „in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium“ das Projekt fallen. Stattdessen sind sieben Erhaltungsabschnitte geplant, als erstes Grabenstätt–Bergen und Teisenberg–Anger/West. Die Autobahn wird vom Unterbau bis zur Fahrbahn erneuert, Kurven und Steigungen bleiben aber wie gehabt. Beim gewünschten Lärmschutz müssen die Anlieger Abstriche hinnehmen. „Uns ist die Zeit davongelaufen“, sagte der Sprecher zur Begründung. Der Ausbau wäre „in der Restlebensdauer der Autobahn“ wegen langer Verfahren nicht mehr zu erreichen gewesen.

Der Bund Naturschutz reagierte erfreut. „Wir begrüßen das“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Beate Rutkowski.DW

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