Gewerkschaften wollen weiter abschlagsfreie Rente

von Redaktion

Berlin – Spitzenfunktionäre großer Gewerkschaften haben sich deutlich gegen die Abschaffung der „Rente mit 63“ ausgesprochen. Das Vorhaben missachte „die Lebensleistung der betroffenen Menschen, daher muss diese Rentenform erhalten bleiben“, sagte Verdi-Vorstandschef Frank Werneke der „Bild am Sonntag“.

Die Bundesvorsitzende der IG Metall, Christiane Brenner, erklärte: „Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren ist gerecht, und sie ist gerechtfertigt.“ Menschen, die das anzweifelten, könnten „gern mal am Hochofen, auf der Werft oder am Band beim Schichtarbeiter vorbeischauen. Danach verstehen sie es bestimmt auch“.

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel unterstrich, dass Menschen, die früh in die Ausbildung gegangen sind und nahezu ein halbes Jahrhundert gearbeitet haben, nicht „wie eine Zitrone ausgequetscht“ werden dürften. Sie hätten Anspruch auf eine gute Rente ohne Abschläge. Der Chef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Robert Feiger, sagte, wer „45 Jahre malocht und seine Beiträge gezahlt hat, hat sich den abschlagsfreien Renteneintritt verdient – daran gibt es nichts zu rütteln“. Wer diese Regelung streichen will, schicke Millionen Beschäftigte in körperlich harten Berufen „praktisch bis zum Umfallen zur Arbeit“.EPD

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