E-Auto-Boom in Oberbayern

von Redaktion

Umstieg wegen hoher Benzinpreise – Tesla beliebteste Neuwagenmarke

München – Die hohen Spritpreise seit Beginn des Iran-Krieges haben zu einem Boom bei Elektroautos geführt. Vor allem in Oberbayern sind E-Autos mittlerweile weit verbreitet, berichtet der Versicherer Huk Coburg. Von den 20 Landkreisen mit den bundesweit höchsten Bestandsquoten an Elektroautos liegen nur vier nicht in Bayern.

Spitzenreiter zum 30. Juni war der Landkreis Starnberg mit einer Bestandsquote von 7,4 Prozent reiner Elektroautos im Privatbestand. Es folgten Landsberg am Lech, Ebersberg und Miesbach. Auch Weilheim und der Landkreis München liegen mit 5,6 bis 5,7 Prozent weit vorn. Die Stadt hat 3,7 Prozent.

Fürs „E-Barometer“ untersucht die Versicherung regelmäßig Verbreitung und Akzeptanz der Elektromobilität. Grundlage sind eigene Daten des Unternehmens, das mit 14,5 Millionen Fahrzeugen der größte deutsche Autoversicherer ist. Erstmals erklärten bei einer Umfrage mehr als die Hälfte der Bundesbürger, dass sie E-Autos „gut“ oder „sehr gut“ finden.

Bei jedem achten Fahrzeugwechsel in ihrem Bestand wurde ein Auto mit Verbrennermotor durch einen rein elektrischen Pkw ausgetauscht. Vor Beginn des Iran-Kriegs im Januar und Februar lag diese Quote bei 6,3 Prozent. Bei Vielfahrern erreichte der Anteil der Umstiege im zweiten Quartal fast 15 Prozent. Ein Comeback erlebte der US-Autobauer Tesla: Die meisten Umsteiger vom Verbrenner auf ein neues E-Auto wählten ein Modell der Musk-Firma. Danach folgen chinesische Anbieter. Alle deutschen Marken, außer Opel, büßten bei Neufahrzeugen Anteile ein. Beim Umstieg auf ein gebrauchtes Modell hingegen entschieden sich die meisten Käufer für einen VW. » POLITIK

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