München – Ein neues Drohnen-Forschungszentrum soll Lücken bei der Abwehr von Angriffen wie in Leipzig schließen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) nimmt heute in Sachsen-Anhalt das neue „Technologiezentrum Drohnensicherheit“ in Betrieb. „Wir haben in den vergangenen Monaten erheblich aufgerüstet“, sagte er unserer Zeitung. Unterstützung kommt aus Israel und der Ukraine.
Auf dem weitgehend brachliegenden Flughafen Magdeburg-Cochstedt wird gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Forschung an Drohnen und Abwehr massiv verstärkt. Teil des Airport-Areals ist auch eine „Modellstadt“ aus Containern, um Drohnenflüge im urbanen Raum zu simulieren. Sie soll in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden.
Neben der neuen mobilen Drohnenabwehreinheit bei der Bundespolizei und dem gemeinsamen Abwehrzentrum zwischen Bund und Ländern sei das die „dritte Säule, die wir in der Abwehr hybrider Bedrohungen durch Drohnen dringend benötigen“, sagte Dobrindt. Man stelle sich „dem Wettrennen zwischen Drohnenabwehr und Drohnenabwehr-Überwindungstechnik“.
Dabei gibt es einen engen Austausch mit mindestens zwei internationalen Partnern. Von der Ukraine wisse man, wie kurz die Innovationszyklen bei der Drohnentechnologie seien – teilweise nur wenige Wochen. „Deswegen ist das Schaffen von eigenen Entwicklungsfähigkeiten so notwendig, um im Wettbewerb der Technologien nicht hinten dran zu sein“, sagte Dobrindt. „Wir sind hier mit der Ukraine und auch mit Israel in einem engen Austausch zum Thema Drohnenabwehr.“CD