Durchbruch bei Krebs-Impfung

von Redaktion

Moderna bei Studie zu mRNA-basierter Therapie erfolgreich – Aktienkurs explodiert

New York – Angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebsfällen sorgt eine erfolgreiche Studie zu einem Melanom-Impfstoff für Aufsehen. Die Aktienkurse der beteiligten US-Unternehmen Moderna und Merck & Co stiegen sprunghaft an. Auch nach einem kleinen Rücksetzer am Donnerstag lag der Kurs von Moderna in Europa mit fast 140 Euro doppelt so hoch wie zuvor. Erstmals hat den Unternehmen zufolge eine personalisierte, mRNA-basierte Krebstherapie eine entscheidende Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. Der personalisierte Krebs-Impfstoff Intismeran Autogene reduziert kombiniert mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das ein Meilenstein.

Die Experten von JPMorgan hatten die Therapie jüngst als das wichtigste Produkt in der Pipeline von Moderna bezeichnet. Mit ihr könne dem Unternehmen der Übergang von Impfstoffen gegen Atemwegserkrankungen in das Feld der Onkologie gelingen. Insgesamt steht der Ansatz in neun Studien gegen verschiedene Krebs-Indikationen und -stadien auf dem Prüfstand. Im Schlepptau deshalb auch der Kurs des Impfstoffentwicklers Biontech nach oben. Auch die Mainzer arbeiten an Krebs-Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie, die schon bei Corona den Durchbruch brachte.

In deutschen Krankenhäusern wurden zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120.100 stationär behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004. Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an.

Artikel 1 von 11