Städtetag: Mehr Bäume gegen Hitze

von Redaktion

Präsident Jung fordert neue Verkehrsplanung – Weniger Spuren und Parkplätze

Burkhard Jung © dpa

München – Angesichts wiederkehrender Hitzewellen und Rekordtemperaturen fordert der Städtetag ein Umdenken bei der Verkehrsplanung. „Weniger Parkplätze und Straßen werden in der Zukunft unvermeidbar sein, wenn wir mit den Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels klarkommen wollen“, sagte Städtetag-Präsident Burkhard Jung (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sechsspurige Straßen in Städten können nicht mehr länger die Lösung sein.“

Jeder Baum sei ein Segen für eine Stadt. Wo Bäume gepflanzt oder Regenspeicher angelegt würden, müsse anderes weichen, sagte Jung, der seit 2006 Oberbürgermeister in Leipzig ist.

Um Städte resilienter zu machen, müsse man Verkehrsströme grundsätzlich neu denken, forderte der SPD-Politiker. „Dazu gehört, vermehrt auf Anwohnerparken, Anreize für Carsharing oder Jobräder zu setzen und den öffentlichen Nahverkehr massiv zu stärken.“ Orientieren könne man sich an Städten wie Kopenhagen, Amsterdam oder Oslo, in denen entsprechende Konzepte bereits gut funktionierten. Der Städtetag-Präsident bekräftigte seine Unterstützung für die Forderung, Klimaanpassung in das Grundgesetz aufzunehmen.

In München wird das Thema derzeit vor allem anhand der Ludwigstraße diskutiert. Die Pläne der Stadt werden auch von den Lesern unserer Zeitung sehr unterschiedlich bewertet. »MÜNCHEN

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