Auto-Allianz gegen China

von Redaktion

Die EU plant einen Handelsbund mit Japan, Südkorea und Großbritannien

Brüssel – Im Kampf gegen günstige Autoimporte aus China schmiedet die Europäische Union neue Allianzen: Mehrere Industrieländer wollen einander von Strafzöllen ausnehmen und sich gegenseitig bei Kaufprämien bevorzugen. Das berichtet das „Handelsblatt“. So sollen auch Autos aus Südkorea, Japan und Großbritannien unter die „Buy European“-Regelung fallen. Diese erlaubt Subventionen für E-Autos, die in der EU gefertigt wurden. Nach außen will Brüssel dagegen eine Schutzmauer bauen: Künftig sollen auch Plug-in-Hybride aus China mit Strafzöllen belegt werden. Für vollelektrische Autos aus der Volksrepublik gelten diese bereits seit Oktober 2024.

„Nicht nur die EU, sondern auch Länder wie Japan und Südkorea sind von den chinesischen Überkapazitäten und der daraus resultierenden Exportschwemme betroffen“, sagte Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses im EU-Parlament. „Neben den illegalen chinesischen Subventionen und den Überkapazitäten ist auch die Unterbewertung der chinesischen Währung ein großes Problem.“

Andreas Baur, Vize-Chef des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, begrüßt die Pläne gegenüber unserer Zeitung: „Die aktuellen Herausforderungen in den Handelsbeziehungen mit China lassen sich im Alleingang kaum wirksam bewältigen“, so der Ökonom. „Entscheidend wird allerdings sein, dass ein solcher Ansatz offen für weitere Partner bleibt und nicht nur einzelne Branchen in den Blick nimmt.“ Tatsächlich soll die Allianz laut Plan für Kanada und Australien offenstehen und auch eine bessere Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen fördern.MAS»KOMMENTAR

Artikel 1 von 11