Telekom schafft das Festnetz ab

von Redaktion

Telefonate künftig nur noch über Mobilfunk – 1,3 Millionen Anschlüsse betroffen

Heidelberg – Die Deutsche Telekom stellt bundesweit rund 1,3 Millionen klassische Festnetzanschlüsse auf Mobilfunk um. Die dafür angebotenen Tarife seien „hochpreisig“, erklärte das Vergleichsportal Verivox am Mittwoch. Zuvor hatte die Telekom angekündigt, Festnetzanschlüsse nach und nach durch „geeignete Alternativen“ zu ersetzen.

Wer keinen kombinierten Anschluss mit DSL- oder Glasfaser-Internet möchte, kann künftig eine Lösung über das Mobilfunknetz nutzen. Dafür wird eine spezielle Box zwischen Telefon und Telefonbuchse geschaltet. Nach Angaben der Telekom lassen sich damit nahezu alle herkömmlichen Festnetztelefone wie gewohnt weiterverwenden – allerdings über das Mobilfunknetz. Eine SIM-Karte ist bereits in der Box enthalten, die bisherige Festnetznummer kann beibehalten werden.

Wer weiterhin ein klassisches Tischtelefon nutzen möchte, muss allerdings nicht zwingend auf die Telekom-Lösung zurückgreifen. „Wer sich an Smartphones und Touchscreens nicht gewöhnen möchte: Es gibt Tischtelefone, die aussehen wie ein klassisches Festnetzgerät, jedoch mit einer Sim-Karte im Mobilfunknetz betrieben werden“, erklärte Verivox-Experte Jörg Schamberg. Solche Geräte seien meist für weniger als die knapp 100 Euro erhältlich, die die Telekom für ihre Funkbox verlangt.

Für die Telefon-Box fallen entweder monatlich 3,95 Euro oder einmalig 99,99 Euro an. Zusätzlich stehen zwei Tarife zur Auswahl: „Call Basic via Funk“ kostet 22,95 Euro im Monat und umfasst 120 Freiminuten. Der teurere „Call Comfort via Funk“ bietet für 32,45 Euro monatlich eine Flatrate für Telefonate. »GELD & MARKT

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