Nur ein Viertel bucht Glasfaser

von Redaktion

Akzeptanz hinkt Ausbau hinterher – Telekom: 2 Millionen Anschlüsse in Bayern

München – Der Ausbau mit Glasfaser schreitet in Bayern voran. Die Telekom hat kürzlich die Marke von zwei Millionen Anschlüssen geknackt, die theoretisch an das Netz angeschlossen werden können, teilt der Konzern unserer Zeitung mit. Dennoch entscheiden sich viele Menschen im Freistaat gegen das schnelle Internet. Laut Telekom haben lediglich 500.000 der zwei Millionen möglichen Kunden den Glasfaseranschluss gebucht – das ist rund ein Viertel der erschlossenen Haushalte.

Andere Quellen bestätigen den Trend. In geförderten Ausbaugebieten nehmen 42 Prozent der Bürger in Bayern den möglichen Anschluss, teilt Bayerns Finanzministerium auf Anfrage mit. Das Ministerium betreut den Ausbau und hat ihn mit 2,7 Milliarden Euro gefördert. Laufe der Ausbau auf Eigeninitiative von Glasfaserfirmen wie Telekom, Deutsche Glasfaser oder M-Net, seien es 33 Prozent. Weil die Hälfte der Netzbetreiber ihre Buchungsquoten nicht melden, würden die Zahlen jedoch nur eine grobe Orientierung geben. So spricht der Anbieterverband VATM von einer deutschlandweit weit geringeren Nutzungsrate von 24,4 Prozent.

Viele Bürger hätten Vorbehalte gegen Glasfaser, da man die Kabel bis in die Wohnung legen müsse, heißt es aus der Branche. Außerdem seien die Kunden weitgehend zufrieden mit dem DSL-Netz. Dennoch wirbt die Staatsregierung für die Technik. „Gigabit und Glasfaser sind die Lebensadern der digitalen Zukunft“, sagt Finanzminister Albert Füracker (CSU) unserer Zeitung. „Sie entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität einer Region.“ Der Ausbau sei für die Wirtschaft unerlässlich, „aber auch im privaten Bereich steigt der Bandbreitenbedarf“.HÖSS»GELD & MARKT

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