Benzin so teuer wie noch nie

von Redaktion

Aufflammen des Iran-Krieges lässt Öl- und Gaspreise steigen – Probleme bei Transport

München – Schlechte Nachrichten für Autofahrer und Heizölkunden: Auf dem Weltmarkt ist der Preis für Rohöl wieder deutlich gestiegen. Die Notierung für Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte bis knapp unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Eine Eskalation im Iran-Krieg hat zudem den Preis für Erdgas im Großhandel stark nach oben getrieben. Diese Preissprünge haben auch Folgen für Verbraucher, die sich zur bevorstehenden Heizperiode auf höhere Kosten einstellen müssen.

Höchstpreise gibt es bereits an den deutschen Tankstellen. Der Preis für einen Liter Super E10 stieg nach Angaben des ADAC im Tagesdurchschnitt bis auf 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem März 2022. Inflationsbereinigt war Benzin in der Vergangenheit allerdings schon mal teurer. Nach Einschätzung des ADAC könnte 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden.

Neben dem Iran-Krieg wurden die Spritpreise auch durch die Folgen von Niedrigwasser in Flüssen nach oben getrieben. Vor allem geringe Pegelstände am Rhein behinderten den Transport von Treibstoffen. Auch der Ukraine-Krieg zeigt wieder stärker Wirkung. Russland muss nach Drohnenangriffen durch die Ukraine Ausfälle in den Raffinerien verkraften. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Diesel auf dem Weltmarkt hoch und die Lagerbestände in den USA sinken. Die USA sind ein wichtiger Dieselexporteur. „Ein Ende der Knappheit ist nicht in Sicht“, sagte Rohstoff-Expertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank.MM, DPA

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