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Uni-Daten aus 50 Jahren gehackt

Cyberangriff betrifft rund 600.000 Studenten-Datensätze – LMU rät zu Vorsicht

München – Nach dem Hacker-Angriff auf die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sind rund 600.000 Datensätze von aktuellen und ehemaligen Studierenden betroffen. Nach neuesten Erkenntnissen wurde der gesamte Datenbestand im Zulassungssystem gehackt, in dem sämtliche Studierenden-Daten verarbeitet werden, teilt die LMU mit. Die Immatrikulationsdaten reichen demnach etwa 50 Jahre zurück.

Die betroffenen Datensätze bis einschließlich 1994 enthalten laut LMU nur Stammdaten und die Semesterhistorie. Ab 2005 sind die Angaben demnach umfangreicher, teilweise sind auch Bankdaten hinterlegt. Je nach Einzelfall könnten zudem Krankenversicherungs- und BAföG-Nummern, Angaben zum Studienverlauf und Beurlaubungsgründe, die teils sensible Daten nach Artikel 9 der Datenschutz-Grundverordnung enthalten können, betroffen sein. Nicht jede Kategorie betreffe demnach jeden Menschen.

Nicht betroffen seien Passwörter, Prüfungsinformationen und Angaben zu Studieninhalten und individuellen Leistungen.

Es gebe weiterhin keine Anhaltspunkte, dass Daten veröffentlicht oder missbräuchlich verwendet wurden, so die LMU. Ausschließen könne man das aber nicht. Gemeinsam mit externen Experten beobachte die Hochschule das Darknet. Bei Hinweisen würden Betroffene unverzüglich informiert. Die LMU rät zu besonderer Vorsicht bei E-Mails mit Anhängen oder Links und bei verdächtigen Anrufen oder Nachrichten mit Universitäts-Bezug.

Die Uni fährt vorsorglich abgeschaltete Systeme wieder hoch. Das Online-Vorlesungsverzeichnis LSF soll ab Mittwoch schrittweise wieder erreichbar sein.

Freitag, 2. Oktober 2026
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