Zum Bericht „Ab zum Fundamt statt ins Tierheim“ im Regionalteil:
Beim Lesen des Artikels konnte man nur verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Bei Richtern, die ein „salomonisches“ Urteil fällten, hat sich bis heute noch nicht herumgesprochen, dass Tiere keine Sachen, sondern Lebewesen sind. Das Urteil führt dazu, dass keiner mehr mit Fundtieren (oder verletzten, ausgesetzten Tieren) etwas zu tun haben will. Der weise Ratschlag, die Tiere im Fundbüro abzugeben (wie Geldbeutel, Regenschirme, Fahrräder) ist einzigartig. Da sind zwei Haken an der Sache: Das Fundbüro hat (wenn ich zum Beispiel ausgesetzte oder verletzte Tiere um 22 Uhr finde) geschlossen. Nicht genug damit, wird mir dann seitens der Gemeinde erklärt, wir dürfen das Tier gar nicht annehmen, da wir keinen Vertrag mit der oder den Kommune(n) haben. Tiere sind ja nur Sachen, um keine Scherereien zu haben, kann man bei eisiger Kälte oder verletzt (wie bei Verletzten, wo man einfach flott weiterfährt und nichts bemerkt oder gesehen hat) einfach ruhigen Gewissens weiterfahren.
Marie-Therese
von Schuckmann
Rosenheim