Mutige Entscheidung

von Redaktion

Zum Bericht „AfD klagt gegen Stadt und Wirt“ auf der Titelseite:

Zunächst bin ich der Meinung, dass ein Wirt in aller erster Linie für sich zu entscheiden hat, wen er in seiner Gaststätte bewirtet und wen nicht. Das ist nicht Sache von Politik oder Parteien, auch dann nicht, wenn er Versammlungen anderer politischer Parteien bereits als Gäste hatte. Ich habe volles Verständnis dafür, dass der Betreiber der Gastronomie im Kurhaus Bad Aibling die Mitglieder und Anhänger einer rechtsradikalen Partei nicht bewirten will. Beim größten Teil der Bevölkerung würde er mit Recht Unverständnis ernten, würde er diese Gruppe bewirten. Er würde sein eigenes Geschäft damit schädigen. Wer sich ein wenig mit der AfD beschäftigt, kann klare rechtsradikale Tendenzen dieser Partei erkennen. Sie lehnen auch die Kontakte mit ehemaligen NPD-Mitgliedern und sonstigen rechtsradikalen Gruppen nicht ab, sie distanzieren sich nicht davon. Sie schließen auch offensichtlich rechtsradikale Mandatsträger in ihren eigenen Reihen, wie Höcke oder Poggenburg, nicht aus. Die Äußerungen in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter sind mehr wie bedenklich und werden teilweise bereits strafrechtlich verfolgt. Hier kann nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Mitglieder der Partei im Bundestag aufführen wie eine Truppe Halbstarker.

Dem Pächter des Kurhauses Bad Aibling ist mit großem Respekt entgegenzutreten. Er wagt es, sich gegen diese fragwürdige Truppe zu wehren. Es wäre wünschenswert, wenn ihn viele Menschen unterstützen würden, auch in unserer Stadt. Gratulation an den Pächter für diese mutige Entscheidung.

Karl Haas

Bad Aibling

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