Wissenschaftlich erklärt

von Redaktion

Zum Bericht über den Kongress zum Klimawandel (Regionalteil):

In der Auseinandersetzung um den Klimawandel ist von Klimaleugnern die Rede. Leugnen und Glauben sind aber keine wissenschaftlichen Kategorien. In der Wissenschaft muss man Hypothesen verifizieren oder falsifizieren. Zunächst ist festzustellen, dass die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre im Verlauf der Erdgeschichte positiv mit der Kohlendioxidkonzentration korreliert. Jährlich werden sechs Milliarden Tonnen fossile Stoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) verbrannt. Dabei werden rund 22 Milliarden Tonnen Kohlendioxid erzeugt. Diese Menge erhöht die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre um 3 ppm (parts per million). Das entspricht 22 Milliarden Tonnen oder fünf Milliarden Kubikkilometern. Im gleichen Zeitraum werden durch die Fotosynthese rund 440 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (entspricht 60 ppm) der Atmosphäre entzogen und in Biomasse umgewandelt. Es erscheint einfacher, die Erzeugung von Biomasse um fünf Prozent zu erhöhen als den Verbrauch von fossilem Brennstoff um hundert Prozent zu senken.

Dr. Heinz Brecht

Söchtenau

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