Zum Artikel „Strecke München – Kufstein: Bahn plant Lärmschutz über Gesetzniveau“ (Regionalteil):
Ich bin überrascht über den unkritischen Bericht. Man spricht von einer Halbierung des Zuglärms bei einer Reduktion von zehn Dezibel. Brannenburg soll eine Lärmschutzwand von 300 Metern Länge und zwei Metern Höhe erhalten (bei einer Ortsdurchfahrtslänge von etwa einem Kilometer). Nach den Zahlen im Bericht heißt das eine Reduktion von fünf bis neun Dezibel bei einer Wand von zwei bis drei Metern Höhe. Bei zwei Metern Höhe also eine Reduktion von fünf Dezibel – das ist keine Halbierung des Lärms! Wie sollen denn die genannten zehn Dezibel erreicht werden, wenn es nur ein „entweder – oder“ von Lärmschutzwand und Schienenstegdämpfer geben wird? Außerdem hilft es uns Einwohnern nichts, wenn eine „durchschnittliche“ Lärmreduktion zwischen München und Kiefersfelden erfolgt. Etwas mehr kritische Analyse wäre angebracht gewesen.
Ludwig Moser
Brannenburg