Zusammenarbeit findet nicht statt

von Redaktion

Zum Artikel „Guter Nahverkehr noch fern“ (Regionalteil):

Öffentlicher Nahverkehr ist ein Reizwort, zudem kann man sich diesen kaum leisten, das gemeinsame Konzept-Stadt/Land ist nicht nur in Rosenheim ein Problem. Das 365-Euro-Jahresticket soll nur auf den Bereich der Schüler und Auszubildende begrenzt sein, wobei die Schülerbeförderung ja bereits geregelt ist. Warum nicht auch für Rentner? Dies wäre ein echter Beitrag, die oft knappen Rentenbezüge zu entlasten. Beispiel Neubeuern-Rosenheim: Das Einfachticket kostet mehr als vier Euro. Ist man in der Stadt, braucht der Fahrgast erneut ein Ticket, um dort weiterzukommen. Das Problem der Anbindung muss dann gelöst werden, das ist aber oft sehr kompliziert. Mit nur einem Ticket innerhalb des ÖPNV zu wechseln, das würde viel helfen. Autofahrten in den Stadtkern könnten entfallen, die Straßen wären freier, damit wäre der Busverkehr leichter zu regeln. Ein Einkaufsbesuch in der Innenstadt wäre wieder leichter möglich, das dient dem Einzelhandel und der Innenstadtbelebung.

Wo ist die Zusammenarbeit des Landkreises mit der Stadt? Gemeinschaft-Pendlerparkplätze im Süden und Norden der Stadt, das würde ebenfalls Autofahrten in das Stadtzentrum verhindern. Von diesen Parkflächen, die sicher auch von Radfahrern, angefahren werden, eine geordnete Busverbindung in den Stadtkern, das wäre eine echte Bereicherung. Die Gegebenheiten – wie Parkflächen, Parkhäuser – haben sich kaum verändert, die Fahrzeuge werden aber immer mehr und größer. Eine echte Zusammenarbeit der Stadt- und Umlandgemeinde fand in der Vergangenheit nicht statt. Der anstehende Verkehrskollaps wird uns nun dazu zwingen, ansonsten heißt es: Bleibt der Stadt fern.

Thomas Schwittek

Neubeuern

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