Zum Artikel „Pichlmeier: Noch nicht viel weiter“ (Lokalteil):
Die Neugestaltung des Gebäudekomplexes Pichlmeier ist seit geraumer Zeit Thema bei den Aschauern und im Gemeinderat. Um die Bürger zu beteiligen, wurde ein Aufruf veröffentlicht, wonach sich mehrere Bürger angesprochen fühlten, der Projektgruppe des Gemeinderats ihr Konzept vorzustellen. Dieses Vorgehen ist zunächst im Sinne der Bürgerbeteiligung als positiv einzuordnen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Wille der Gemeindevertreter zur Bürgerbeteiligung sehr begrenzt ist, die Außenwirkung scheint hier der maßgebende Faktor zu sein. Die Bürger, die ein Konzept vorstellten, wurden zwar für ihr Engagement gelobt, eine weitere Beteiligung an der Weiterentwicklung der Projektgedanken war jedoch nicht gewünscht. Lediglich einige Zeilen im Gemeindeblatt verwiesen kurz auf die Bürgerbeteiligung, es werde aber – laut Mitteilungsblatt – ausschließlich in Richtung Mehrgenerationenhaus und betreutem beziehungsweise unterstütztem Wohnen weitergearbeitet. Mit baulichen und fachlichen Vertretern wolle Kontakt aufgenommen werden, nicht aber mit Aschauern. Hier wird einer Diskussion mit den Bürgern wohl aus dem Weg gegangen, man hat es sich einfach und intransparent gemacht. So sehe ich Bürgerbeteiligung nicht! Ein weiteres Beispiel für dürftige Bürgerbeteiligung stellt das Bauvorhaben an der Hauptstraße dar. Hier ist ein Mehrparteienwohnhaus auf extrem kleiner Fläche, in extrem naher Lage zur viel befahrenen Hauptstraße und zum Bach sowie mit schlechter Infrastruktur geplant. Unter anderem wäre der Versammlungsplatz vor dem Pfarrheim hinfällig, die Zufahrt über die Kirchenstraße scheint zudem schwierig. Das Vorhaben berührt die Gestaltung der Ortsmitte. Bürgerbeteiligung ist auch hier nicht vorgesehen. Das wollen wir anders!
Thomas Duxner
Aschau/Inn